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Corona und Jugendarbeit

Stand: 12.12.22 - diese Seite wird ab 2023 nicht mehr aktualisiert!

Die Hinweise zum Thema Corona werden nach Recherche und bestem Wissen zusammengestellt, der Landesjugendring übernimmt keine Gewähr und kann weder rechtlich noch medizinisch beraten.

Ab 1.01.23 wird es keine Maskenpflicht im ÖPNV in SH mehr geben, das Tragen wird weiter empfohlen. Landesverordnung ab 1.1. Zu den Allgemeinen Empfehlungen zum Gesundheitsschutz. (aktualisiert 20.12.22)

Bis 7.04.23 gilt  außerdem das Infektionsschutzgesetz (Gesetzestext im Original) des Bundes:

Schaubild Corona und Jugendarbeit ab Oktober 2022

Für die Jugendarbeit relevant ist aktuell nur die weiter bestehende Maskenpflicht im Fernverkehr, ab 14 Jahren jetzt nur noch mit FFP2-Maske (unter 14 Jahren auch medizinische/OP-Maske). Die Länder können weitergehende Regelungen für jeweils drei Monate erlassen.

Die Landesverordnung SH sieht bis Jahresende 2022 Maskenpflicht im ÖPNV vor sowie Ausnahmen von Testpflichten in bestimmten Bereichen (Krankenhäuser etc., keine Testpflichten in der Jugendarbeit).

(Zunächst) Bis Jahresende gilt auch ein Erlass für den Fall eines positiven Tests: Das Land hat die 5-tägige Isolationspflicht bei Erkrankung abgeschafft. (aktualisiert 18.11.22) Für Corona-Erkrankte (egal durch welchen Test nachgewiesen) gilt in SH für 5 Tage (der erste Tag ist der Tag des ersten positiven Tests):

  • Maskenpflicht drinnen (außer zuhause) ab 6 Jahren
  • kein Schulbesuch, wenn keine Maske getragen werden kann
  • kein Kitabesuch für Kinder (da sie keine Maske tragen)
  • Betretungsverbot für medizinische und pflegerische Einrichtungen, Beschäftigungsverbot für Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen etc.

Empfehlungen:

  • draußen 1,5 m Abstand oder Maske während der 5 Tage
  • nach den 5 Tagen drinnen Maske, bis man 48 Stunden symptomfrei ist
  • nicht in Menschenansammlungen begeben und den Austausch mit anderen Menschen  reduzieren.

Ein PCR-Test (im Testzentrum oder bei einer Ärztin/Arzt) ist nicht Pflicht, aber nötig für einen Genesenennachweis und mögliche Entschädigungsansprüche nach dem Infektionsschutzgesetz.

Wer krank ist, soll natürlich zu Hause bleiben. Für diejenigen, die keine Symptome haben, legt der Arbeitgeber im Rahmen des Arbeitsschutzes auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung Maßnahmen fest (z.B. FFP2-Maske tragen, zu Hause arbeiten).

FAQ des Landes

Länder können unter bestimmten Bedingungen strengere Regeln einführen. Dies ist aktuell nicht zu erwarten. (aktualisiert 20.12.)

Bundesländerübergreifende Veranstaltungen

Es gilt immer die Landesverordnung aus dem Bundesland, in dem man sich aufhält. Es sollte also geprüft werden, ob es am Zielort weitergehende Regelungen gibt, dies ist z.B. bei der Maskenpflicht im ÖPNV und bei der Isolationspflicht der Fall, die in Schleswig-Holsteins Nachbarländern weiterhin gelten. (aktualisiert 20.12.) Meistens gibt es auf den jeweiligen Internetseiten der Landesjugendringe aktuelle Informationen. Direktlink zu den Landesverordnungen unter: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198

mögliche Schutzmaßnahmen in der Jugendarbeit

Hygienekonzepte sind nicht mehr vorgeschrieben. Der Landesjugendring empfiehlt, weiterhin Hygienemaßnahmen bei der Planung von Angeboten zu berücksichtigen. Mögliche freiwillige Maßnahmen können sich an die Regelungen anlehnen, die bis April 2022 galten, abhängig vom jeweiligen Angebot – eintägige Maßnahmen mit wenigen Teilnehmer*innen draußen erfordern sicher weniger Überlegungen als Übernachtungsangebote mit großen Gruppen im Ausland:

  • Lüftung in Innenräumen, möglichst mittels Zufuhr von Frischluft, insbesondere bei Singen, Sport, Duschen, Sammelumkleiden etc.
  • Abstandhalten/Regelungen von "Besucher*innenströmen"/großzügige Raumplanung
  • Testungen vor/während der Maßnahme
  • Reinigung häufig berührter Oberflächen/Sanitäranlagen
  • Regelungen für "Tätigkeiten mit einem erhöhten Ausstoß von Tröpfchen und Aerosolen", z.B. Singen, Jubeln, Blasmusik oder Tanz/Disco
  • Aushänge: Hygieneregeln und -empfehlungen (Husten-/Niesetikette, Hände waschen/desinfizieren etc.), Corona-Warn-App-Code (s.u.)
  • ggf. 3G-Regelungen. 2G für Kinder und Jugendliche hält der LJR nicht für sinnvoll.
  • Masken in Innenräumen: FFP2-Masken bleiben der beste Schutz gegen eine Infektion, sind in der Jugendarbeit aber häufig nicht praktikabel. Ggf. auf freiwillige Möglichkeit Maske zu tragen hinweisen und dafür sorgen, dass niemand deswegen ausgegrenzt wird.
  • mit Übernachtung auch berücksichtigen:
    • die Bedingungen der Unterkunft
    • die geplanten Aktivitäten
    • Umgang mit während des mehrtägigen Angebots positiv getesteten Teilnehmer*innen (Quarantäne/Isolation, Heimfahrt).

Weitere bedenkenswerte Punkte:

  • Möglichkeiten zur Reduzierung von Außenkontakten oder Gruppengrößen
  • Information der Sorgeberechtigten vor der Maßnahme zu Regelungen und Risiken
  • Vorhalten von Masken (auch für eventuelle Arztbesuche) und Tests.

An allen Eingängen kann, wie in der Landesverordnung empfohlen, durch deutlich sichtbare Aushänge in verständlicher Form hingewiesen werden:

  1. auf die Hygienestandards, die im Winter 2021/22 in der Landesverordnung empfohlen wurden
    • Teilnehmer*innen halten die allgemeinen Regeln zur Husten- und Niesetikette ein;
    • in geschlossenen Räumen bestehen Möglichkeiten zum Waschen oder Desinfizieren der Hände;
    • Oberflächen, die häufig berührt werden, sowie Sanitäranlagen werden regelmäßig gereinigt;
    • Innenräume werden regelmäßig gelüftet.
  2. darauf, dass Zuwiderhandlungen zum Verweis aus der Einrichtung oder Veranstaltung führen können
  3.  auf Regelungen zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. 

Der DBJR hat Hinweise und Best Practice für Ferienfreizeiten zusammengestellt.

Testungen und Nachweis Impfschutz/Genesenenstatus (aktualisiert 1.07.)

Antigen-Schnelltests an der Teststation sind seit 30.06. kostenpflichtig, dabei gibt es Ausnahmen. Für die Jugendarbeit dürften dabei folgende Punkte relevant sein:

Kostenlose Tests weiterhin für

  • "Menschen, die mit einer infizierten Person im selben Haushalt leben oder gelebt haben" (z.B. nach Jugendfreizeit)

Folgende Personengruppen müssen sich mit (nur) drei Euro an einem Test beteiligen:

  • Menschen, die am selben Tag eine Veranstaltung in Innenräumen besuchen werden
  • Personen, die durch die Corona Warn-App des Robert Koch-Instituts eine Warnung mit der Statusanzeige „erhöhtes Risiko“ erhalten.

Beobachteter Selbsttest

Zu bedenken ist, dass bei minderjährigen Teilnehmenden die schriftliche Einwilligung der Eltern zur Durchführung eines Coronatests erforderlich ist. Eine frei nutzbare Vorlage dafür steht hier vom DBJR zur Verfügung. ) Schnelltests funktionieren unterschiedlich gut. Die Web-App https://schnelltesttest.de/ kann bei Barcode-Scan für viele Tests die Zuverlässigkeit angeben. Sie basiert auf der Liste des Paul-Ehrlich-Instituts. Die letzten zwei Spalten geben die  Sensitivität - je höher, desto besser - und die Erkennung von Omikron an. Der "Cq-", auch "Ct-"Wert genannt, gibt an, wie ansteckend jemand ist - Cq > 30 heißt, dass man nicht mehr in Isolation muss, >25 ist man bereits weniger ansteckend. Mit Strg+F lässt sich ein Test in der Liste suchen.  (aktualisiert 27.06.).

Wer gilt als geimpft/genesen

Impfempfehlungen der STIKO

QR-Code bereitstellen

Damit Teilnehmende möglichst frühzeitig und zuverlässig über mögliche Gefahren einer Ansteckung durch andere informiert werden können, kann ein QR-Code für die Registrierung mit der Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts für alle Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden. Codes können mittels der App (Anleitung) oder online (Anleitung auf der Corona-Warn-App-Seite) erstellt werden. Luca-Codes können von der Corona-Warn-App auch gescannt werden. Die Nutzung ist freiwillig,

Förderprogramme/Finanzen

Finanzielle Hilfen gibt es nicht mehr. Link zu den allgemeinen Fördermöglichkeiten bei der Deutschen Stiftung für Engagement. (aktualisiert 18.11.22)

Veranstaltungsversicherungen und Reiseversicherungen - Informationen der Bernhard Assekuranz zu Versicherungsbedingungen mit Bezug zu Corona 

HYGIENEPFLICHTEN FÜR ANGEBOTE DER JUGENDARBEIT

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat ein Merkblatt für Bildungseinrichtungen herausgegeben und darüber hinaus Materialien wie Infografiken, Hinweise zum richtigen Händewaschen und Niesen usw. im Angebot:

https://www.infektionsschutz.de/fileadmin/infektionsschutz.de/Downloads/Merkblatt-Bildungseinrichtungen-Coronavirus.pdf

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html#c11974

Covid-19 gehörte zeitweise zu den Erkrankungen, die nach dem Infektionsschutzgesetz dem Gesundheitsamt gemeldet werden müssen. Hinweise zum Vorgehen bei Infektionserkrankungen (z.B. bei Ferienfreizeiten) z.B. hier:

https://www.kjr-stormarn.de/assets/KJR-Webseite/Angebote/Fuer-die-Jugendarbeit/Wissensboerse/Infektionsgesetz/Infektionsschutz-in-der-Jugendarbeit.pdf

Corona und Vereinsrecht

Die wichtigsten vereinsrechtlichen Fragestellungen sind hier gesammelt (Stand 14.05.21). Virtuelle Versammlungen sind aktuell nur bei entsprechender Satzungsregelung möglich. Eine gesetzliche Neuregelung wird 2023 erwartet. Sachstand zu den Anträgen im Bundestag (aktualisiert 20.12.)

Mitgliederversammlungen können ganz "normal" oder auch unter 3G-Bedingungen durchgeführt werden. Mitgliederversammlungen unter 2G-Bedingungen werden nicht empfohlen: Derzeit ist rechtlich nicht klar, ob Mitgliederrechte dadurch in einem zu hohen Maße beschnitten werden (weil Ungeimpfte ausgeschlossen werden/sich nicht freitesten können) und Beschlüsse von Mitgliederversammlungen, die unter der 2G (plus)-Regel stattfinden, möglicherweise anfechtbar wären.

Auch nach erfolgter Einladung ist eine Ortsänderung möglich (z.B. auf online), wenn sich sonst nichts geändert hat. Bei weitergehenden Fragen zu Mitgliederversammlungen etc. sprecht die Geschäftsstelle des LJR an, die Unterlagen gesammelt hat und berät (Kurzüberblick virtuelle Mitgliederversammlung). 

JUGENDVERBÄNDE/-RINGE und andere Träger MIT ANGESTELLTEN

Die Corona-Arbeitsschutzverordnung gilt bis 7. April 2023. Alle Arbeitgeber*innen benötigen ein Hygienekonzept nach der Arbeitsschutzverordnung, dabei sind insbesondere die folgenden Maßnahmen zu prüfen:

  • die Umsetzung der AHA+L-Regel an den Arbeitsplätzen und
  • Verminderung der betriebsbedingten Personenkontakte, z.B. durch Reduzierung der gleichzeitigen Nutzung von Räumen und
  • Angebot von Homeoffice.
  • Maskenpflicht überall dort, wo technische und organisatorische Maßnahmen zum Infektionsschutz allein nicht ausreichen.
  • Testangebote für alle in Präsenz Beschäftigten

Es besteht die Verpflichtung der Arbeitgeber*innen zur Erhöhung der Impfquote und Unterstützung der Beschäftigten bei der Wahrnehmung von Impfangeboten beizutragen.

Die Anzahl der Kind-krank-Tage ist für die Betreuung von Kindern auf 30 Tage pro Kind und Elternteil gestiegen (Alleinerziehende 60 Tage).