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Sofortige Einstellung aller militärischer Handlungen im Irak

Pressemitteilung vom 20. Mär 2003,

Der Deutsche Bundesjugendring, als Arbeitsgemeinschaft der bundesweit tätigen Jugendverbände und der Landesjugendringe in Deutschland verurteilt den militärischen Angriff gegen den Irak, der nach unserer Auffassung nicht durch die UN-Resolution 1441 abgedeckt ist, sondern einen völkerrechtswidrigen Angriff darstellt.

Durch dieses Handeln stellen die USA und ihre Verbündeten die Vereinten Nationen - und damit das Prinzip der Staatengemeinschaft - und die Grundlage und Wirksamkeit der internationalen Organisationen in Frage und versucht, diese durch das "Recht des Stärkeren" zu ersetzen.

Krieg - und insbesondere ein Angriffskrieg - kann keine Lösung sein.

Der Einsatz von militärischen Kräften muss dem alleinigen Votum des Sicherheitsrates unterliegen.

Der Deutsche Bundesjugendring fordert daher:

- die sofortige Einstellung aller militärischen Handlungen und den Rückzug aller militärischen Verbände ohne völkerrechtliches Mandat aus dem Irak,

- die sofortige Einstellung jeglicher deutscher Unterstützung für kriegerische Handlungen, da dies ein Verstoß gegen das Grundgesetz darstellt,

- die Wiederaufnahme der Arbeit der UN-Waffeninspektoren im Irak,

- die Beendigung des Regimes im Irak,

- Unterstützung, materielle und finanzielle Hilfe für die Opfer und den Aufbau der zerstörten Infrastruktur,

- Hilfe zum Aufbau demokratischer Strukturen im Irak.

In jedem Krieg sind - neben den Soldaten - Kinder, Jugendliche, alte Menschen und andere Zivilisten die Opfer.

Wir fordern, dass das vereinte Europa sich gemeinsam für eine Konfliktlösung mit friedlichen Mitteln einsetzt.

Vom Hauptausschuss des Deutschen Bundesjugendrings am 20. März 2003 einstimmig beschlossen.


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