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Landtagswahl 2012

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Landesjugendring startet Aktion zur Kommunalwahl

Pressemitteilung vom 14. Jan 2003, Jens Peter Jensen

Kiel. "Frag nach - Geh hin!" lautet das Motto der Aktion der Jugendverbände zur Kommunalwahl am 2. März. Ziel der Initiative ist es, Kommunalpolitik und junge Menschen während des Kommunalwahlkampfes miteinander in Gespräch zu bringen und junge Wählerinnen und Wähler zu motivieren, sich an der schleswig-holsteinischen Kommunalwahl zu beteiligen. Besonders angesprochen werden sollen die 120.000 Erstwählerinnen und Erstwähler.

In Podiumsdiskussionen, Talkrunden mit Politikern und Seminaren wollen die Jugendverbände junge Menschen anregen, sich mit der Kommunalpolitik zu beschäftigen. Besonders haben die Jugendverbände die Altersgruppe der Erstwähler im Blick, die häufig kein klares Bild von Politik und Politikern hat.

"In Zeiten von weitverbreiteter Politikverdrossenheit und Verunsicherung über die weitere Entwicklung in der Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitsmarktpolitik, wollen wir darauf hinweisen, dass die aktive Auseinandersetzung mit der Politik nicht nur eine lästige Pflichtaufgabe der Bürger ist, sondern auch eine Chance bietet, Jugendinteressen zur Geltung zu bringen", erklärte Carsten Bauer, stellvertretender Vorsitzender des Landesjugendrings.

Besonders freuen sich die Jugendverbände darüber, gemeinsam mit dem Landtagspräsidenten Heinz Werner Arens ein Faltblatt für Erstwählerinnen und Erstwähler herausgebracht zu haben. Es kann gleichermaßen in Schulen und Jugendarbeit eingesetzt werden, um klarzumachen, welche Bedeutung die Kommunalwahl hat und wie das Wahlrecht ausgeübt werden kann. Das Faltblatt steht in einer Auflage von 30.000 Exemplaren zur Verfügung und kann über den Landesjugendring und die Hotline bei der Landeszentrale für Politische Bildung auch klassenweise bestellt werden.

Der Kommunalwahlkampf kommt jetzt erst langsam in Gang. Er wird aber nach Auffassung des Landesjugendrings im Februar das beherrschende Thema der Landespolitik sein.

"Mit unserer Aktion rufen wir nicht nur die Jungwähler auf, zur Wahl zu gehen, wir appellieren auch an unsere Mitgliedsverbände vor Ort, jugendpolitische Interessen in den Wahlkampf einzubringen", erklärte Carsten Bauer, Landesjugendring. "Kürzungen in der Jugendarbeit, fehlende Jugendräume, schlecht ausgestattete Schulen, fehlende Hallenzeiten in Schwimmbädern und Sporthallen, mehr Unterstützung für die ehrenamtliche Jugendarbeit und die Verbesserung des Angebots des öffentlichen Nahverkehrs sind vielerorts brennende Themen", stellte er weiter fest.

Bisher sind 15 Termine für Aktivitäten dem Landesjugendring gemeldet worden, insgesamt wird jedoch damit gerechnet, dass sich die Zahl der Veranstaltungen, die landesweit geplant sind, noch verdoppeln wird.

Als besonders aktiv bezeichnete der Landesjugendring die Kreisjugendringe Schleswig-Flensburg und Pinneberg. Der KJR Schleswig-Flensburg hat schon im Vorfeld des Kommunalwahlkampfes ein Seminar für Politikeinsteiger durchgeführt und veranstaltet allein im Februar drei Veranstaltungen mit Spitzenvertretern zur Kommunalwahl an Schulen in Schleswig, Kappeln und Tarp.

Der Kreisjugendring Pinneberg führt vier Veranstaltungen im Kreis durch, eine auch zur ebenfalls am 2. März anstehenden Landratswahl in Pinneberg. Die erste dieser Veranstaltungen findet am 15. Januar, 19.00 Uhr in der Lutherkirche in Pinneberg statt. Dort werden dann die Kandidaten zu Fragen der Freizeitangebote für Jugendliche, Mitspracherechte junger Menschen, Förderung des Ehrenamts und mögliche Wege zur Ganztagsschule von Vertretern der Jugendarbeit interviewt.

"Wir wollen der Politik aber im Wahlkampf nicht nur unsere Forderungen entgegenhalten, wir wollen gleichzeitig versuchen, sie als Partner für die Umsetzung von Jugendinteressen zu gewinnen", erläuterte Carsten Bauer ein weiteres Ziel der Aktion "Frag nach - Geh hin!"

Knapp ein Viertel der Bevölkerung in Schleswig-Holstein (im Jahr 2000 rund 590.000 Einwohner) sind Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 25 Jahren. Um den Wohlstand im Land und eine positive wirtschaftliche Entwicklung zu erhalten, sind die Städte und Gemeinden aufgefordert, sich für die Belange junger Menschen einzusetzen. Das geht nach Auffassung des Landesjugendrings am besten durch eine kinderfreundliche Politik, die nicht nur Kinder und Jugendliche an Entscheidungen beteiligt, die sie betreffen, sondern auch in die Einrichtungen der Jugendarbeit, gute Schulen und moderne Ausbildungsplätze investiert.

Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft schleswig-holsteinischer Jugendverbände und Jugendringe. Er vertritt die Interessen von 24 Mitgliedsorganisationen und 15 Kreisjugendringen, denen zur Zeit mehr als 500.000 Kinder und Jugendliche angehören. Zu den wesentlichen Aktivitäten der Jugendverbände gehören Jugendbildungs-, Freizeit- und Erholungsmaßnahmen. Hierfür stehen in Schleswig-Holstein rund 200 Einrichtungen mit insgesamt 25.000 Übernachtungsplätzen zur Verfügung. Die Arbeit der Jugendverbände in Schleswig-Holstein wird vor allem durch die mehr als 20.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getragen.


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