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Landesjugendring startet Aktion zur Kommunalwahl
Pressemitteilung vom 14. Jan 2003, Jens Peter JensenKiel. "Frag nach - Geh hin!" lautet das Motto der Aktion der Jugendverbände zur Kommunalwahl am 2. März. Ziel der Initiative ist es, Kommunalpolitik und junge Menschen während des Kommunalwahlkampfes miteinander in Gespräch zu bringen und junge Wählerinnen und Wähler zu motivieren, sich an der schleswig-holsteinischen Kommunalwahl zu beteiligen. Besonders angesprochen werden sollen die 120.000 Erstwählerinnen und Erstwähler.
In Podiumsdiskussionen, Talkrunden
mit Politikern und Seminaren wollen die Jugendverbände junge Menschen anregen,
sich mit der Kommunalpolitik zu beschäftigen. Besonders haben die Jugendverbände
die Altersgruppe der Erstwähler im Blick, die häufig kein klares Bild
von Politik und Politikern hat.
"In Zeiten von weitverbreiteter
Politikverdrossenheit und Verunsicherung über die weitere Entwicklung in
der Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitsmarktpolitik, wollen wir darauf hinweisen,
dass die aktive Auseinandersetzung mit der Politik nicht nur eine lästige
Pflichtaufgabe der Bürger ist, sondern auch eine Chance bietet, Jugendinteressen
zur Geltung zu bringen", erklärte Carsten Bauer, stellvertretender
Vorsitzender des Landesjugendrings.
Besonders freuen sich die Jugendverbände
darüber, gemeinsam mit dem Landtagspräsidenten Heinz Werner Arens
ein Faltblatt für Erstwählerinnen und Erstwähler herausgebracht
zu haben. Es kann gleichermaßen in Schulen und Jugendarbeit eingesetzt
werden, um klarzumachen, welche Bedeutung die Kommunalwahl hat und wie das Wahlrecht
ausgeübt werden kann. Das Faltblatt steht in einer Auflage von 30.000 Exemplaren
zur Verfügung und kann über den Landesjugendring und die Hotline bei
der Landeszentrale für Politische Bildung auch klassenweise bestellt werden.
Der Kommunalwahlkampf kommt jetzt
erst langsam in Gang. Er wird aber nach Auffassung des Landesjugendrings im
Februar das beherrschende Thema der Landespolitik sein.
"Mit unserer Aktion rufen wir
nicht nur die Jungwähler auf, zur Wahl zu gehen, wir appellieren auch an
unsere Mitgliedsverbände vor Ort, jugendpolitische Interessen in den Wahlkampf
einzubringen", erklärte Carsten Bauer, Landesjugendring. "Kürzungen
in der Jugendarbeit, fehlende Jugendräume, schlecht ausgestattete Schulen,
fehlende Hallenzeiten in Schwimmbädern und Sporthallen, mehr Unterstützung
für die ehrenamtliche Jugendarbeit und die Verbesserung des Angebots des
öffentlichen Nahverkehrs sind vielerorts brennende Themen", stellte
er weiter fest.
Bisher sind 15 Termine für Aktivitäten
dem Landesjugendring gemeldet worden, insgesamt wird jedoch damit gerechnet,
dass sich die Zahl der Veranstaltungen, die landesweit geplant sind, noch verdoppeln
wird.
Als besonders aktiv bezeichnete der
Landesjugendring die Kreisjugendringe Schleswig-Flensburg und Pinneberg. Der
KJR Schleswig-Flensburg hat schon im Vorfeld des Kommunalwahlkampfes ein Seminar
für Politikeinsteiger durchgeführt und veranstaltet allein im Februar
drei Veranstaltungen mit Spitzenvertretern zur Kommunalwahl an Schulen in Schleswig,
Kappeln und Tarp.
Der Kreisjugendring Pinneberg führt
vier Veranstaltungen im Kreis durch, eine auch zur ebenfalls am 2. März
anstehenden Landratswahl in Pinneberg. Die erste dieser Veranstaltungen findet
am 15. Januar, 19.00 Uhr in der Lutherkirche in Pinneberg statt. Dort werden
dann die Kandidaten zu Fragen der Freizeitangebote für Jugendliche, Mitspracherechte
junger Menschen, Förderung des Ehrenamts und mögliche Wege zur Ganztagsschule
von Vertretern der Jugendarbeit interviewt.
"Wir wollen der Politik aber
im Wahlkampf nicht nur unsere Forderungen entgegenhalten, wir wollen gleichzeitig
versuchen, sie als Partner für die Umsetzung von Jugendinteressen zu gewinnen",
erläuterte Carsten Bauer ein weiteres Ziel der Aktion "Frag nach -
Geh hin!"
Knapp ein Viertel der Bevölkerung
in Schleswig-Holstein (im Jahr 2000 rund 590.000 Einwohner) sind Kinder und
Jugendliche zwischen 5 und 25 Jahren. Um den Wohlstand im Land und eine positive
wirtschaftliche Entwicklung zu erhalten, sind die Städte und Gemeinden
aufgefordert, sich für die Belange junger Menschen einzusetzen. Das geht
nach Auffassung des Landesjugendrings am besten durch eine kinderfreundliche
Politik, die nicht nur Kinder und Jugendliche an Entscheidungen beteiligt, die
sie betreffen, sondern auch in die Einrichtungen der Jugendarbeit, gute Schulen
und moderne Ausbildungsplätze investiert.
Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft
schleswig-holsteinischer Jugendverbände und Jugendringe. Er vertritt die
Interessen von 24 Mitgliedsorganisationen und 15 Kreisjugendringen, denen zur
Zeit mehr als 500.000 Kinder und Jugendliche angehören. Zu den wesentlichen
Aktivitäten der Jugendverbände gehören Jugendbildungs-, Freizeit-
und Erholungsmaßnahmen. Hierfür stehen in Schleswig-Holstein rund
200 Einrichtungen mit insgesamt 25.000 Übernachtungsplätzen zur Verfügung.
Die Arbeit der Jugendverbände in Schleswig-Holstein wird vor allem durch
die mehr als 20.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getragen.



