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Kinder- und Jugendreisen ist wichtiger Bestandteil des Tourismus
Pressemitteilung vom 12. Aug 2011, timLandtagspräsident Geerdts begleitet Landesjugendring auf der Freizeitstättenfahrt 2011
Albersdorf, Heide, St. Peter Ording. Im Rahmen seiner Freizeitstättenfahrt 2011 „Immer die Nase im Wind – Jugendtourismus in Schleswig-Holstein“ besuchten der Landesjugendring und Landtagspräsident Torsten Geerdts das Steinzeitzentrum AÖZA in Albersdorf, die Jugendherberge in Heide und das Ev. Jugenderholungsdorf in St. Peter Ording. Geerdts hob in seiner Begrüßung im AÖZA die Notwendigkeit hervor, Kinder- und Jugendreisen weiterhin auf allen Ebenen zu fördern. Er erklärte: „Kinder – und Jugendreisen sind aus zwei Gründen gut für Schleswig- Holstein, erstens weil sie die Gemeinschaft fördern und zweitens weil die jungen Besucher von heute, unsere Gäste von morgen sind.“ Alexandra Ehlers, Vorsitzende des Landesjugendrings, unterstrich die besondere Bedeutung, die der Jugendtourismus für das Land hat, indem sie darauf verwies, dass mit den mehr als 5,5 Millionen Übernachtungen der Jugendtourismus etwa 20 Prozent der Gesamtzahl der Übernachtungen ausmacht. Helmut Reichmann, Geschäftsführer, Jugendherbergswerk; Landesverband Nordmark, forderte in der Jugendherberge Heide, das Angebot wetterunabhängiger Programme für Klassenfahrten und Ferienfreizeiten in jugendtouristischen Einrichtungen weiter auszubauen, um auch in Zukunft im Wettbewerb mit den süd- und südosteuropäischen Anbietern bestehen zu können.
Alexandra Ehlers wies schon in ihrer Begrüßung der über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Freizeitstättenfahrt in Albersdorf auf die besondere Bedeutung Nordfrieslands und Dithmarschens für den Jugendtourismus hin, immerhin befinden sich über 25 Prozent der Übernachtungsstätten in den beiden Westküstenkreisen. Mit dem AÖZA besuchten Landesjugendring und Jugendherbergswerk eine vorbildliche Bildungseinrichtung im Herzen Dithmarschens, die erfolgreich mit Jugendherbergen und anderen Jugendübernachtungsstätten in der Region zusammenarbeitet. Die erfolgreiche Arbeit in Albersdorf wurde von Dr. Rüdiger Kelm, Referent AÖZA, Manfred Trube, Vorstand AÖZA und Bürgermeister Peter Mucke aus Albersdorf vorgestellt. Besonders beliebt sind die Erlebnisangebote rund um die Steinzeitgräber bei Schulklassen und Familien.
Die Jugendherberge Heide hat sich in den letzten Jahren auch aufgrund der hervorragenden Verkehrsanbindung an die Bahn und an die Westküstenautobahn A 23 zu einem Ziel für Klassenfahrten und Familienreisen entwickelt. Laut Helmut Reichmann, Jugendherbergswerk und der Herbergseltern Cathrin und Ralf Piel wird das Haus, das 9000 Übernachtungen jährlich verzeichnet, aber auch gern als Tagungsstätte von Jugendverbänden und anderen Bildungsträgern aus der Region genutzt. Reichmann verwies darauf, dass die Jugendherbergen Heide und Albersdorf fest im Netz der Herbergen des Landesverbands verankert seien. In Heide ließ es sich Bürgermeister Stecher nicht nehmen, die Gäste des Landesjugendrings und Landtagspräsident Torsten Geerdts in „seiner“ Jugendherberge herzlich zu begrüßen.
Die dritte Station der Freizeitstättenfahrt war das Evangelische Jugenderholungsdorf St. Peter Ording, das mit 490 Betten in 11 unterschiedlichen Häusern die größte Jugendfreizeit- einrichtung an der Westküste ist. Geleitet wird das zur Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie gehörende Jugenderholungsdorf von der 27jährigen studierten Touristikerin Anika Augustin, die den Betrieb der Einrichtung mit 45000 Übernachtungen jährlich, von der Pike auf kennt, weil schon ihre Eltern die Leitung innehatten. Den Gästen, die überwiegend aus Berlin, Bayern, und Schleswig-Holstein kommen, werden vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und Erholung im Nationalpark Wattenmeer geboten.
Zum Abschluss der Freizeitstättenfahrt würdigten Alexandra Ehlers und Landtagspräsident Torsten Geerdts die Bemühungen, die die Anbieter im schleswig-holsteinischen Jugendtourismus in den letzten Jahren zur Modernisierung ihrer Häuser und zur Verbesserung der Freizeitprogramme für die jungen Gäste vollbracht haben. Geerdts nannte in diesem Zusammenhang auch das Jugendtourismuskonzept des Landesjugendrings „Mit und ohne Handicap – Kinder- und Jugendreisen für ALLE“ einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung des Jugendtourismus im Lande.
Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft schleswig-holsteinischer Jugendverbände und Jugendringe. Er vertritt die Interessen von 24 Mitgliedsorganisationen und 15 Kreisjugendringen, denen zurzeit mehr als 500.000 Kinder und Jugendliche angehören. Zu den wesentlichen Aktivitäten der Jugendverbände gehören Jugendbildungs-, Freizeit- und Erholungsmaßnahmen. Hierfür stehen in Schleswig-Holstein und Hamburg rund 250 Einrichtungen mit 25.000 Übernachtungsplätzen zur Verfügung. Das 2010 neu aufgelegte Verzeichnis der Jugend-Freizeitstätten in Schleswig-Holstein und Hamburg ist beim Landesjugendring erhältlich. Die Arbeit der Jugendverbände in Schleswig-Holstein wird vor allem durch die mehr als 20.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getragen.
Jens Peter Jensen
10.08.2011



