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Jugendverbände bei der Umsetzung des Bildungspaketes beteiligen
Pressemitteilung vom 09. Mai 2011, timKiel. Nach Angaben der Landesregierung stehen Schleswig-Holstein ab diesem Jahr aus Bundesmitteln zwischen 25 und 30 Millionen Euro für das Bildungspaket zur Verfügung. Daraus erhalten Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien unter anderem Bildungsgutscheine im Wert von 120 Euro jährlich, die für Vereinsmitgliedschaften und Ferienmaßnahmen verausgabt werden können.
Der Landesjugendring begrüßt alle Bemühungen, Kindern und Jugendlichen bessere Möglichkeiten der Teilhabe zu sichern. Nicht zuletzt auch deshalb haben sich die Jugendverbände aktiv am Kinder- und Jugendaktionsplan der Landesregierung z.B. mit Aktionen wie „Kein Kind ohne Ferienerholung“ oder „Kein Kind ohne Sport!“ beteiligt. Daher fordert der Landesjugendring die Landesregierung auf, die Jugendverbände unbedingt frühzeitig in die landesrechtliche Umsetzung für Verwendung der Bundesmittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket einzubeziehen, um damit zu erreichen, dass zumindest die Vereine und Verbände in die Lage versetzt werden, anspruchsberechtigten Kindern und Jugendlichen zügig und unbürokratisch zu helfen.
Wünschenswert wäre es in diesem Zusammenhang, erstens zu einer möglichst einheitlichen Einlösung der Bildungsgutscheine in den Kreisen und kreisfreien Städten zu kommen und zweitens die Jugendverbände, Kreisjugendringe und die Kreissportjugenden an der Entwicklung von Konzepten der Schulsozialarbeit zu beteiligen. Immerhin stehen für die Schulsozialarbeit 13 Millionen aus Bundesmitteln in den nächsten Jahren zur Verfügung. Damit können nach Schätzungen des Landesjugendrings über 300 Stellen, etwa zwei Drittel der Stellen, die der Landesrechnungshof im letzten Jahr für die Schulsozialarbeit im Land gefordert hatte, besetzt werden. „Noch effektiver lassen sich die Bundesgelder einsetzen, wenn ein Teil der Stellen etwa im Rahmen von Aktivitäten von Jugendarbeit und Schule Jugendverbänden als Koordinationsstellen für ihre Angebote an Schulen zur Verfügung gestellt werden könnten“, erklärte Alexandra Ehlers, Vorsitzende des Landesjugendrings. Gleichzeitig schlug sie vor, die neuen Möglichkeiten, die die zusätzlichen Bundesmittel bieten, auch für eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe zu nutzen.
Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft schleswig-holsteinischer Jugendverbände und Jugendringe. Er vertritt die Interessen von 25 Mitgliedsorganisationen und 15 Kreisjugendringen, denen zurzeit mehr als 500.000 Kinder und Jugendliche angehören. Zu den wesentlichen Aktivitäten der Jugendverbände gehören Jugendbildungs-, Freizeit- und Erholungsmaßnahmen. Hierfür stehen in Schleswig-Holstein rund 200 Einrichtungen mit insgesamt 25.000 Übernachtungsplätzen zur Verfügung. Die Arbeit der Jugendverbände in Schleswig-Holstein wird vor allem durch die mehr als 20.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getragen.
Redaktion:
Jens Peter Jensen
04.05.2011



