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20 Jahre Ostsee-Jugendbüro
Pressemitteilung vom 10. Mär 2010, tim„Ich habe verstanden, was ich in meinem Leben machen will“
Kiel. Was vor 20 Jahren mit einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme begonnen hatte ist heute ein wichtiger Bestandteil der internationalen Jugendarbeit in Deutschland geworden. Im März 1990 nahm das Ostsee-Jugendbüro beim Landesjugendring Schleswig-Holstein seine Arbeit in Kiel auf. Seitdem wurde mit Hilfe dieser Servicestelle für internationale Jugendarbeit der Jugend- und Informationsaustausch rund um die Ostsee ständig ausgebaut, teilte der Landesjugendring Schleswig-Holstein jetzt mit.
Über die Jahre nahmen mehr als 750 Jugendliche aus Schleswig-Holstein und aus den anderen Ostseeanrainerstaaten an der in Schleswig-Holstein jährlich stattfindenden Ostsee-Jugendkonferenz teil. Seit fünf Jahren findet auch noch das Ostsee-Jugendmediencamp in Zusammenarbeit mit dem Offenen Kanal Schleswig-Holstein statt, an dem bislang weitere 150 Jugendliche teilgenommen haben. Hinzu kommen eine Vielzahl bilateraler Maßnahmen, an denen sich inzwischen mehr als 1.000 Fachkräfte der Jugendarbeit aus Schleswig-Holstein und anderen Ostseestaaten beteiligt haben.
Die Arbeit des Ostsee-Jugendbüros wurde von Beginn an durch das Land Schleswig-Holstein gefördert. „Mit der Förderung durch Landesmittel wird die herausragende Bedeutung der Ostsee-Zusammenarbeit für das Land Schleswig-Holstein auch im Bereich der außerschulischen Jugendbildung untermauert“, teilte Jens Peter Jensen, Geschäftsführer des Landesjugendrings, mit. Neben Landesmitteln aus dem schleswig-holsteinischen Jugendministerium werden auch Bundesmittel aus dem Kinder- und Jugendplan sowie europäische Mittel aus dem Programm „JUGEND in Aktion“ zur Finanzierung der Fachkräfte- und Jugendaustauschmaßnahmen herangezogen. „In den letzten Jahren hat auch die Prof. Dr. Werner Petersen-Stiftung unsere Aktivitäten mit Zuschüssen regelmäßig unterstützt“, freut sich Jensen.
„Durch Jugendaustausch erfahren junge Menschen aus Schleswig-Holstein, Polen, Russland, den baltischen Staaten und den nordischen Ländern, dass es wesentlich mehr Dinge gibt, die sie miteinander verbinden als Dinge, die sie trennen“, fasst John Goss, Referent im Ostsee-Jugendbüro, die Vorteile von Jugendbegegnungen zusammen. „Und auch bei Fachkräften der Jugendarbeit in Schleswig-Holstein stellt man immer wieder fest, dass der Blick über den eigenen Tellerrand eine Bereicherung für die eigene Jugendarbeit vor Ort sein kann“, fügt Alexandra Ehlers, stellvertretende Vorsitzende des Landesjugendrings, hinzu.
„Immer mehr Jugendliche haben erkannt, dass die Teilnahme an Maßnahmen der internationalen Jugendarbeit nicht nur für die eigene Persönlichkeitsentwicklung, sondern auch für die berufliche Orientierung von unschätzbarem Wert sein kann“, stellt Goss fest. So hat eine junge Teilnehmerin aus Kaliningrad Folgendes zum Ostsee-Jugendmediencamp im August 2009 geschrieben: „Ich habe nie erwartet, dass ich hier so viel lernen kann. In zehn Tagen kann man natürlich nicht alles erfahren und lernen, was man möchte. Man kann aber vom Thema Medien so infiziert werden, dass man unbedingt mehr wissen will. So wurde ich von diesem Thema so stark getroffen, dass ich jetzt unbedingt Journalismus studieren will. Dank euch habe ich verstanden, was ich in meinem Leben machen will. Danke!“
Im Jahr 2005 hat das Ostsee-Jugendbüro die Aufgabe als regionale Servicestelle für das Europäische Jugendinformationsnetzwerk „Eurodesk“ in Schleswig-Holstein übernommen. Seitdem wurden mehr als 3.000 Jugendliche aus Schleswig-Holstein beraten und mit den vielfältigen Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte auf Messen oder im Rahmen von Vorträgen vertraut gemacht, teilte das Ostsee-Jugendbüro mit. „Mit der Webseite www.rausvonzuhaus.de unterstützt Eurodesk mit seiner Koordinierungsstelle in Bonn die Mobilität von jungen Menschen nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern bundesweit“, so Goss.
In diesem Jahr werden wieder junge Menschen aus vielen Ostseeanrainerstaaten nach Schleswig-Holstein kommen, um sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Das Ostsee-Jugendmediencamp wird in Zusammenarbeit mit dem Offenen Kanal Schleswig-Holstein vom 12.-21. Juli stattfinden und die Ostsee-Jugendkonferenz, die dieses Jahr zusammen mit dem Lübecker Jugendring organisiert wird, findet in der Jugendbildungsstätte des Landesjugendrings „Haus Rothfos“ in Mözen bei Bad Segeberg vom 03.-10. September statt. Das Thema wird sein „Meine schöne Ostsee: ein interkulturelles Kommunikationsprojekt der Jugend an der Ostsee“. Daraus soll eine Fotoausstellung und ein Ostsee-Kalender für das Jahr 2011 entstehen.
Zusätzliche Informationen über die Arbeit des Ostsee-Jugendbüros sind erhältlich über eMail: info@ostseejugendbuero.de , Telefon 0431-800 9848 oder im Internet unter www.ostseejugendbuero.de .
Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft schleswig-holsteinischer Jugendverbände und Jugendringe. Er vertritt die Interessen von 25 Mitgliedsorganisationen und 15 Kreisjugendringen, denen zurzeit mehr als 500.000 Kinder und Jugendliche angehören. Zu den wesentlichen Aktivitäten des Landesjugendrings gehört die internationale Jugendarbeit mit dem Schwerpunkt in der Ostsee-Zusammenarbeit.
Kiel, den 08. März 2010
Kontakt:
John Goss
Ostsee-Jugendbüro
Tel.: 0431-800 9848



